VIRALE GELENKENTZÜNDUNG
paravirale Gelenkentzündung

Eine Gelenkentzündung bezeichnet der Mediziner als Arthri tis.

Die virale Gelenkentzündung gehört zur Gruppe der infek tiösen (= durch Ansteckung, Übertragung entstandenen) Ar thritiden. Überwiegend liegt die sog. reak tive, ind irekte Form vor, das heißt, diese Gelenkentzündung wird durch eine Immunreaktion des Körpers auf eine außerhalb des Gelenkes gelegene Infektion (= Ansteckung, Übertragung) ausgelöst. Bei dieser virale n Gelenkentzündung kann deshalb auch kein Erreger oder Antigen im Gelen k selbst nachgewiesen werden. In diesem Zusammenhang fällt auch öfters der Begriff "parainfektöse Gelenkentzündung", damit ist gemeint, daß diese virale Gelenkentzündung als Begeleitsymptom (= begleitendes Krankheitszeichen) im Rahmen einer sonstigen, virale n Infektionskrankheit auftritt.

Eine virale (paravirale) Gelenkentzündung kann im Rahmen folgender Er krankungen auftreten:

Weitere v irale Erkrankungen, die zu einer direkte n Gelenkentzündung (= das jeweilige Antigen kann im Gelen k selbst nachgewiesen werden) führen können:

Andere Erreger, die zu einer paravirale n Gelenkentzündung führen können (nach Roche):

Sowohl die bak terielle als auch die virale Gelenkentzündung betrifft vorwiegend die Ex tremitäten (= Ar me und/oder Be ine).

Besonderheiten: Bei der Virus-Hepatitis (= virusbedingte Leberentzündung) kann zwar ein Antigen nachgewiesen werden, der Erreger selbst ist aber nur inkonstant nachweisbar, gleiches gilt für eine lokale (= örtliche) Vermehrung. Nicht selten tritt bei dieser Erkrankung die Gelenkentzündung als zunächst einziges Symptom (= Krankheitszeichen) auf, also vor der typischen Gelbfärbung.
Auch das Rötelnvirus kann ja zu einer Gelenkentzündung führen, interessanterweise auch alleine schon durch Impfung im Erwachsenenalter.

Die Symptome (= Krankheitszeichen) auch einer virale n Gelenkentzündung sind meist Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und/oder Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelen kes. Seltener kann es auch zu einer Rötung (v. a. akute Formen) und Gelenkerguß kommen.

Im Verlauf einer chronischen Gelenkentzündung (= über einen längeren Zeitraum bestehenden Gelenkentzündung) sind die Spätfolgen meist ein Funktionsverlust des Gelen kes mit Destruktionen (= Zerstörung bestimmter Gelenksbestandteile), Fehlstellungen (= die Geometrie des Gelenkes wird verändert), Kontrakturen (Verkürzungen bestimmter das Gelen k umgebender Weichteilstrukturen, die zu einer Bewegungseinschränkung des Gelen kes führen) und Ankylosen (= Gelen kversteifung) (nach Pschyrembel, 258. Auflage; Gesundheitpro.de). 
 

Medikamentöse Schmerztherapie bei Gelenkentzündung (virale und andere):

Akut und subakut können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheumamittel), aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®. Besonders magenschonend und ebenfalls entzündungshemmend sind die  sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Celecoxib (Celebrex ®) oder Valdecoxib (Bextra®).

Spezielle Schmerztherapie bei Gelenkentzündung (auch bei virale r Gelenkentzündung):

Sehr bewährt hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel), insbesondere in Form von kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter. Eine wichtige Nebenwirkung dieser Therapie ist eine begleitende Symphatikolyse (= Erweiterung der Blutgefäße), denn unter einer guten Durchblutung heilen entzündliche Prozesse sicher ab. Hinzu kommt die überaus wichtige Tatsache, daß bei einer verbesserten, lokalen (= örtlichen) Durchblutung auch spezifische Medikamente (im Falle der bak teriellen Gelenkentzündung Antibiotika, evtl. anti vi rale Substanzen oder auch Antimykotica (= Mittel gegen Pilze) bei einer pilzinduzierten Gelenkentzündung) viel besser und effektiver wirken können.

Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Methodenbeschreibung "Kontinuierliche (repetitive) Nervenblockaden mit Katheter":

  1. Nervus femoralis (vorderer Oberschenkelnerv): Bei dieser Methode suchen wir von der Vorderseite des Oberschenkels her, handbreit unterhalb des Leistenbandes mit einer Kanüle in der Tiefe den Oberschenkelnerv auf und legen in die Nervenscheide (Gewebsumhüllung des Nerven) einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) ein. In den nächsten 2-3 Wochen spritzen wir dann mehrmals täglich eine verdünnte örtliche Betäubungsmittellösung ein. Dabei wählen wir die Konzentration des Wirkstoffes so, daß die grobe Kraft und damit die Beweglichkeit erhalten bleibt, aber die Schmerzempfindlichkeit deutlich herabgesetzt oder gar aufgehoben ist.
    Anwendungsbereiche
    :
    Kniegelen k und z.T. oberes Sprunggelen k

  2. Gegen Schmerzen im ftgelenk kann vorgenannte Methode verändert angewendet werden (der sog. 3 in 1-Block oder die Pl exus lumbal is-Blockade): Wenn man die Menge der örtlichen Betäubungsmittellösung erhöht (ca. 25-35 ml) und während des Einspritzens den Oberschen kel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt weitere Ner ven, die die genannten Körpergebiete versorgen.

  3. N. isch iadicus: Bei dieser Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesä ß, den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nerven zu einer Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit.
    Anwendungsbereiche:
    Gelen ke im Fu
    ßbereich

  4. Plexus brachialis: Die Einpflanzung des Katheters erfolgt nahe der Achselhöhle am inneren Obera rm oder im seitlichen unteren Halsbereich (der sog. interskalenäre Zugang).
    Anwendungsbereiche: El len bogen- und Han dgelenke (auch Fin
    ger), in der sog. retrograd hohen Variante oder beim interskalenären Zugang auch das Schu ltergelenk.

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Bakteriel le Gelenkentzündung, eit rige Gelenkentzündung, infek tiöse Gelekentzündung, reak tive Gelenkentzündung, r heumatoide Gelenkentzündung, Arthri tis psoriatica, Gi cht-Arthri tis,

A Abdomen, Ablatio mammae, abdominale Schmerzen, Achillessehne, Afterschmerzen, chronische Armschmerzen, Arthralgien, Arthritiden, Arthropathie, Arthrosen, Arthrosis
B
Bauch, Bauchhöhle, Bauchschmerzen, Beckenschmerzen, Beinschmerz, Beinschmerzen, Blasenschmerzen, chronische Brustkorbschmerzen, Brustschmerzen, chronische Brustwirbelsäulenschmerzen,
C
chronische Kopfschmerzen, chronische Kreuzschmerzen, chronische Rückenschmerzen, chronische Unterleibschmerzen,
D
Dammschmerzen, chronische Darmschmerzen, Dauerkopfschmerz,
E
Eingeweideschmerz, chronische Ellenbogenschmerzen, chronische Enddarmschmerzen, Extremitätenschmerzen
F
Fingerarthrosen, Flankenschmerzen, Schmerzen in den Füßen, Fußschmerzen, Fußsohlenschmerz
G
Gelenkschmerzen, Gelenkentzündung, Gelenkerkrankungen, Gelenksentzündungen, Gelenksschmerzen, Gelenkkrankheit, Gelenkserkrankungen, Genickschmerzen, Genitalschmerzen, Gesäßschmerzen, Gesichtsneuralgien, GesichtsschmerzenGliederschmerzen,
H Halswirbelsäulenschmerzen, Handgelenkschmerzen, Hinterkopfschmerzen, Hodenschmerzen, Hüftgelenkschmerzen, Hüftschmerzen,
I
Ischias,
K
Kieferschmerzen, Kniegelenkschmerzen, Kniegelenksschmerzen, Knochenschmerzen, Kopfschmerz, Kopfschmerzen (1), Kopfschmerzen (2),  Krämpfe in den Waden, Koxarthrose, Kreuzbeinschmerz, Kreuzschmerzen,
L LeibschmerzenLeistenschmerzen, Lendenschmerzen, Lendenwirbelsäulenschmerzen,
M
MagenschmerzenMastodynie, Metatarsalgie, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfemyofasziale Schmerzen,
N
Nierenschmerzen, Neuropathie,
O OberarmschmerzenOberbauchschmerzen, Oberschenkelschmerzen, Ohrschmerzen, Organschmerzen, Orofaziale Schmerzen, Otalgie
P Pelvipathie, Periarthropathie,
Q

R
Rippenschmerzen, Rückenschmerzen (1), Rückenschmerzen (2),
S
Sakroiliakalgelenk, Schambeinschmerzen, Schläfenkopfschmerzen, Schmerzbehandlungen, Schmerzen im Abdomen, Schmerzen im Arm, chronische Schmerzen in der Bauchhöhle, Schmerzen im Bauch, Schmerzen im Becken, Schmerzen im Bein, Schmerzen in den Beinen, Schmerzen bei Berührung, Schmerzen bei Entzündung, Schmerzen bei Berührungen, Schmerzen bei Bewegung, Schmerzen bei Bewegungen, chronische Schmerzen in der Blase, Schmerzen im Brustbein, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen in der Brust, Schmerzen im Darm, chronische Schmerzen in den Extremitäten, Schmerzen in den Fersen, Schmerzen der Füße, Schmerzen in der FlankeSchmerzen im Fuß, Schmerzen in der Fußsohle, Schmerzen im Gelenk, Schmerzen im Gesicht, Schmerzen in den GliedernSchmerzen in der Harnblase, Schmerzen im Hoden, Schmerzen in der Hüfte, Schmerzen im Hüftgelenk, Schmerzen im Kiefer, Schmerzen im Kiefergelenk, Schmerzen im Kniegelenk, Schmerzen im KnochenSchmerzen im KopfSchmerzen im Knie, Schmerzen im KreuzSchmerzen im Leib, Schmerzen in der LeisteSchmerzen im Oberbauch, Schmerzen im Unterarm, Schmerzen im OberkieferSchmerzen im Rücken, Schmerzen in der Schulter,
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T Tendopathie,
U Unterarmschmerzen, Unterbauchschmerzen, Unterleibsschmerzen, Unterschenkelschmerz, Unterschenkelschmerzen,

V
Venenschmerzen, Verwachsungsbauch, Virale Gelenkentzündung, Viszerale Schmerzen, viscerale Schmerzen,
W
Wadenschmerzen,
Weichteilschmerzen,
Z  Zeckenbiß,
zentrale Schmerzen, Zungenschmerzen,

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